Upgrade für deinen IT-Lebenslauf: die Projektliste

Upgrade für deinen IT-Lebenslauf: die Projektliste - Golem Karrierewelt

Die meisten IT-ler arbeiten regelmäßig in Projekten als Freelancer genauso wie in Festanstellung. Wenn das bei dir genauso ist und du einen neuen Job suchst, dann solltest du deiner Bewerbung neben Anschreiben und Lebenslauf eine extra Projektliste beifügen. Die bietet einige Vorteile: Sie zeigt die Vielseitigkeit deiner Arbeit, belegt deine Kenntnisse anhand konkreter Beispiele und zeigt auch, dass du kontinuierlich Aufgaben erfolgreich abschließen kannst. Gönn deinen Projekten also eine eigene Seite in deiner Bewerbungsmappe und füge sie dort hinter dem Lebenslauf ein. Im Lebenslauf kannst du auch Verweise auf die Punkte deiner Projektliste verankern – so weiß die Leserin oder der Leser, wo sie mehr Informationen dazu findet.

Aufgaben und Herausforderungen festhalten

Um die Liste zu erstellen, solltest du dich einmal in Ruhe hinsetzen und alle Projekte deines bisherigen Werdegangs aufschreiben. Mach Notizen dazu, was ein Projekt alles umfasst hat und ob es spezielle Herausforderungen gab oder ob es beispielsweise besonders erfolgreich war. Halte auch fest, welche Aufgaben du jeweils übernommen hast, welche deiner Fähigkeiten gefragt waren und auch, was du selbst dabei gelernt hast.

Mit etwas Abstand solltest du nun eine Auswahl treffen: Welche Projekte und Informationen sind wirklich wichtig und aussagekräftig? Und sind sie relevant für die Stelle, auf die du dich bewerben willst? Es gibt keine klaren Empfehlungen, wie viele Projekte auf der Liste stehen sollten. Wichtig ist nur, dass sie inhaltlich passen. Wenn es sind zu viele sind, kann das überladen wirken. Ein bis höchstens zwei Seiten sind sicher ein guter Richtwert. Wenn du zu wenige zusammenbekommst, solltest du auf eine gesonderte Projektliste verzichten.

Überblick über deine bisherigen Leistungen

Wenn du Projekte ausgewählt hast, formulier im nächsten Schritt jeweils ein paar Zeilen dazu aus: Beschreib die oben genannten Punkte zu Inhalten, Herausforderungen und Erfolgen kurz, klar und prägnant. Die Projektliste soll auf wenig Raum einen Überblick über deine bisherigen Leistungen geben und gleichzeitig, wo immer möglich, tief in die einzelnen Themen hineingehen. Sie bietet die Chance, Dinge hervorzuheben, die dir wichtig sind. Gleichzeitig solltest du die wichtigsten Eckdaten nennen: Wie lange lief das Projekt, wer war Auftraggeber, welche Ziele hatte es, wie viele Menschen waren im Team, wie hoch war das Budget, welche Tools wurden genutzt und in welcher Sprache wurde das Projekt durchgeführt? Natürlich alles nur, wenn du diese Informationen weitergeben darfst.

Optisch einheitlich gestalten

Eine klare Struktur ist wichtig: Ähnlich wie bei einem Lebenslauf kannst du die Punkte antichronologisch sortieren und das jüngste zuerst aufführen. Die Form entscheidet auch über die Lesbarkeit, also achte auf einen gleichförmigen Aufbau und eine durchgehende Formatierung. Mit Spalten zu arbeiten kann die Übersichtlichkeit fördern. Und wenn es optisch zum Lebenslauf passt, ist das ebenfalls ein Pluspunkt.

Wenn du deine bisherigen Tätigkeiten und deine gesammelten Erfahrungen doch lieber ausformulieren willst, dann kannst du statt einer Projektliste auch eine so genannte „Dritte Seite“ in deine Bewerbung einfügen. Dort stellst du dich und deine Motivation anhand deiner bisherigen Karrierestationen vor und belegst deine Qualifikationen, indem du die entsprechenden Punkte benennst – daher nennt man das auch „Motivationsschreiben“.