Erfolgreich bewerben? Schnell und individuell sein

Erfolgreich bewerben? Schnell und individuell sein - Golem Karrierewelt

Im 2. Teil unseres Interviews mit Bewerbung2Go erklärt dir Katja RustProjektmanagerin bei der Jobware GmbH, worauf es bei einer Bewerbung wirklich ankommt und wie man Personaler am besten überzeugt.

Golem Karrierewelt:
Was ist aus Ihrer Perspektive wichtig bei einer Bewerbung - was kann ich tun, um den Job zu bekommen?

Katja Rust:
Schnell
sein – und individuell! Erstens sollte man seine Bewerbung immer auf die jeweilige Stellenanzeige zuschneiden und Personality zeigen. Zweitens ist es gut, sich möglichst schnell zu bewerben, denn die ersten Einsendungen erlangen immer besondere Aufmerksamkeit. Wenn die Stellenanzeige zu einem passt, sollte man daher nicht zu lange zögern!

Golem Karrierewelt:
Also am besten schon alle wichtigen Unterlagen parat haben?

Katja Rust:
Ja! In der Regel hat man das ja, wenn man einen neuen Job sucht, bereits zurechtgelegt. Aber es lohnt sich, die Unterlagen flexibel zu halten. Bei Bewerbung2go stehen zum Beispiel viele geprüfte Vorlagen und Musteranschreiben sowie -lebensläufe zur Verfügung: Wenn man dort alles schon vorliegen hat, kann man es zügig auf die neue Herausforderung zuschneiden.

Golem Karrierewelt:
Was ist der wichtigste Teil einer Bewerbung?

Katja Rust:
D
er Lebenslauf ist der Schlüssel zum Traumjob. Personalchefs fangen in der Regel damit an. Ein gutes Foto und vollständige Kontaktinformationen sind der beste Start, der zu einem strukturierten Hauptteil überleitet. Fehler oder Ungenauigkeiten zeigen dem HR-Manager, dass die Details unwichtig sind. Aber: Jeder Punkt und jedes Wort im Lebenslauf sagen etwas aus! Außerdem: Alles im Lebenslauf sollte klar und begründet sein. Personaler suchen nach Dingen, die Bewerbende erreicht und gelernt haben. Genaue Angaben, was in vorherigen Positionen gemacht wurde, sind Gold wert.

Golem Karrierewelt:
Welche Fehler kann man machen?

Katja Rust:
Ru
nd jede zehnte Bewerberin beziehungsweise jeder zehnte Bewerber fällt aus dem Auswahlverfahren, weil sie oder er nicht kontaktiert werden kann. Das hat eine Auswertung der Jobbörse Jobware ergeben. Untersucht wurde das Bewerbungsverhalten von 250.047 Nutzern der Plattform bewerbung2go.de sowie professioneller Lebenslaufchecks und dabei wurde deutlich, dass Bewerber häufig ihre Kontaktdaten im Lebenslauf falsch oder gar nicht vermerken. Das ist fatal: Nach einer misslungenen Kontaktaufnahme machen sich Personaler nur selten die Mühe, die Bewerberin oder den Bewerber über eine andere Quelle zu ermitteln.

Golem Karrierewelt:
Bleibt daher so manche Einladung zum Jobinterview unbeantwortet?

Katja Rust:
Sicher ja. R
elevante und fehlerfreie Angaben sind entscheidende Kriterien für einen erfolgreichen Lebenslauf, sozusagen Pflichtprogramm. Auch wenn wichtige Informationenfehlen, wie eine aktuelle Tätigkeitsbeschreibung, oder diese von unwichtigen Details überschattet werden, ist eine Absage quasi sicher. Unsere Untersuchung hat auch gezeigt, dass jeder dritte Bewerber (33 Prozent) an der zeitlich korrekten Darstellung der beruflichen und/oder bildungsbezogenen Stationen im Lebenslauf scheitert. Viele geben Start- und Enddatum einzelner Abschnitte ungenau an, lassen zum Beispiel den Monat aus und nennen nur die Jahreszahl. Etliche Personaler interpretieren solche Zeitangaben als flapsige Vorbereitung und wünschen sich mehr Sorgfalt.

Golem Karrierewelt:
Wie mache ich es richtig?

Katja Rust:
Tabellarisch gegliederte Lebensläufe unterstützen Recruiter dabei, relevante Stationen von nebensächlichen zu trennen. Zeitangaben im Datumsformat MM/JJJJ ermöglichen präzise Aussagen über die Dauer einzelner Tätigkeiten. Verzichten Bewerber darauf, vermuten Personaler oft größere Lücken, die damit versteckt werden sollen. Und wer will schon riskieren, dass der erste Eindruck getrübt wird?
Ebenfalls peinlich ist es, wenn Bewerber Stationen unpassend arrangieren. So ergab eine nähere Betrachtung der Daten, dass rund 6 Prozent der Bewerber ihren tabellarischen Lebenslauf falsch sortieren: Anstatt die aktuellen Stationen ganz oben zu listen, gliedern sie ihren Lebenslauf chronologisch und beginnen womöglich mit Grundschule oder gar Kindergarten. Ob Berufsanfänger oder erfahrene Fachkraft: Eine antichronologische Sortierung des Lebensweges ist immer zu bevorzugen: Stationen mit der jeweils höchsten Relevanz gehören nach ganz oben. Auch Angaben zu einem voraussichtlichen Abschluss sind hilfreich.

 

Hier geht es zum ersten Teil des Interviews mit Katja Rust und der Frage, ob automatisch generierte Bewerbungen auch qualitativen Ansprüchen entsprechen.

 

Hinweis:
Golem.de und die Golem Karrierewelt kooperieren seit mehreren Jahren im Rahmen des Golem Jobportals mit Jobware. Bewerbung2Go ist ein kostenloser Service von Jobware, der auch in der Golem Karrierewelt unseren Nutzern zur Verfügung gestellt wird.