Wenn jemand anderes den Job bekommt

Wenn jemand anderes den Job bekommt | Golem Karrierewelt

Es wurde schon wieder jemand befördert und nicht du - dabei bist du länger im Unternehmen, rackerst dich ab und hattest fest damit gerechnet? Shifoo-Coach Florian Schader erklärt, wie du das fiese Gefühl, übergangen worden zu sein, loswirst.

Wie kann das sein, dass du diesen Job nicht bekommen hast? Bist du nicht besser qualifiziert, hast mehr Erfahrung in dem Bereich und hast schon so viel für deinen Chef getan, dass der doch ganz klar dich hätte befördern müssen? Wenn du dich mit solchen Gedanken quälst, dann rät dir Shifoo-Coach Florian Schader, folgende Fragen zu stellen:

1) „Warum denkst du, dass du den Job hättest bekommen sollen?“
Was macht dich wütend oder frustriert dich an der Situation? Die Beschäftigung mit einer solchen Fragestellung kann neue Erkenntnisse liefern. Denn du kannst damit den Schmerz genauer benennen, aber auch deine Qualifikationen: Denn sich auf seine Stärken zu besinnen macht stark. Weg von der Problemorientierung hin zum Visualisieren der eigenen Power. Wahrscheinlich spürst du dadurch auch besser, was dein individuelles Profil ausmacht. Und dann kannst du das weiter ausbauen und abrunden.

 

2) „Wer genau übersieht dich und warum?“

Hier geht es nicht darum, einen Schuldigen zu benennen,  sondern zu erkennen, wohin du deine Qualifikationen kommunizieren musst, um wahrgenommen zu werden. Was ist dieser Person wichtig und wie kannst du dem besser gerecht werden. Wer weiß, wo die Herausforderungen liegen, kann sie lösen.

 

3) „Was müsstest du tun, um von ihr oder ihm gesehen zu werden?“

Was ist dieser Entscheiderin oder diesem Entscheider besonders wichtig? Wie kannst du das besser bespielen oder dich hier stärker sichtbar machen? Die nächste Chance kommt bestimmt, also kenne deine AnsprechpartnerInnen und plane strategisch, wie du deine Ziele erreichst. Bleibe Dir dabei selbst treu und sei authentisch.


4) „Was würde die/der beförderte KollegIn sagen, warum er/sie den Job bekommen hat?“

Diese Frage kann dich aus deinem Frust herausbringen – denn du musst dafür eine andere Perspektive einnehmen. Und wenn du ehrlich zu dir bist, dann wird die Antwort nicht sein: „Weiß ich nicht!“, sondern du wirst spüren, warum die oder der andere dir diesmal einen Schritt voraus war. Florian Schader erklärt: „In Gedanken kann man auch andere Kollegen einbeziehen und überlegen, was die sagen würden, warum der oder die Beförderte für den Job besser geeignet war. Solche, auch angeleiteten, Perspektivwechsel ermöglichen wirklich spannende Einsichten. Auch wenn er erstmal nicht angenehm ist.“ 

 

Was du daraus lernen kannst? Es wird dir helfen loszulassen von dem Ärger und dich stattdessen dazu bringen, wieder aktiv zu werden. Dann kannst du an den identifizierten Themen arbeiten. Dich stärker sichtbar machen. Dir neue Ziele setzen. Oder auch nur alles gelassener sehen. Beim nächsten Mal kannst du an der Reihe sein. Allein diese Haltung macht dich attraktiver für neue Herausforderungen. Auch wenn es schwerfällt: Verbissen zu sein bringt dich in der Regel nicht weiter! Verbeiß dich stattdessen lieber darin, deine Arbeit jeden Tag für das Unternehmen – und für dich – noch ein bisschen besser zu machen. 

 

Themen wie dieses kannst du sehr gut mit einem Coach bearbeiten. Die Shifoo Coaches sind auf IT spezialisiert, kennen die Herausforderungen der Branche und haben selbst jahrelange Erfahrung in Unternehmen oder als Unternehmer. Buch jetzt deine Session!